Wie wir unsere Welt sehen, unser Denken und Fühlen und was wir für richtig und falsch halten, drücken wir durch unsere gesamte Kommunikation und damit auch durch unsere Worte aus.
Diese Worte können uns aber ebenso einschränken, da wir gleichermaßen auch irreale Ansichten rechtfertigen. Je liebgewonnener uns unsere eigene Welt wird, um so mehr hängen wir an unseren Gewohnheiten und verteidigen diese eloquenter.
Dies begegnet uns in unserem Gegenüber bei einschränkenden Meinungsäußerungen. Fehlen uns dann die geeigneten Worte zur richtigen Zeit, hat dies gleich zwei negative Folgen: unser Gesprächspartner verbleibt in seinem eingeschränkten Weltbild ohne neue Perspektiven und Möglichkeiten, während wir selbst meist mit einem negativen Gefühl zurückbleiben, weil wir unsere Ansicht nicht vermitteln konnten.
Bei wirklicher Schlagfertigkeit geht es nicht um Rechthaberei, sondern darum flexibel auf Beschränkungen in den Sichtweisen anderer zu reagieren. Nur auf diese Weise können neue Elemente in Erwägung gezogen werden, die zu einem erweiterten und bereichernden Erfahrungsschatz führen.
Unser Empfinden bei einer Aussage kommunizieren wir in Großteilen unbewußt über die Art, WIE wir etwas sagen und wie sich unser Körper dabei verhält. Aus diesem Grunde trainieren Politiker eine Aussprache, die monoton und eine Körpersprache, die arm an Mimik und Gestik ist. Dieses “Pokerface” hat die Vorteile, kaum die Innenwelt desjenigen offenzulegen, gleichsam beruhigend auf den Sprecher selbst zu wirken und durch seine “Trockenheit” pointierte Aussagen sogar zu untermalen - gleichzeitig nimmt sie jeder Aussage die potentielle, mitreißende Kraft und direktive Wirkung, was hinderlich sein kann, wenn die Energie der Konversation aufrecht erhalten werden soll.